æffekt

Emotionen spielen eine zentrale Rolle im Design. Sie geben Informationen und Botschaften eine Bedeutung und sind somit eine Voraussetzung für die Auseinandersetzung mit diesen. Um als Designer*in Verantwortung gegenüber den Rezipierenden zu übernehmen, ist es notwendig, neben den ästhetischen und funktionalen Aspekten auch die emotionalen nachvollziehbar zu machen.

Während einige Methoden existieren, um Emotionen durch Design strategisch zu erzeugen, gibt es nur wenige Methoden, um die emotionale Wirkung zu analysieren und zu bewerten. Die Schwierigkeit besteht darin, dass Emotionen häufig schwer verbalisierbar, unbewusst, intuitiv und subjektiv sind. Wie ist es dann möglich, Gestaltungsentscheidungen zu treffen, die für mehrere Personen gültig sein können?
Künstliche Intelligenz wird im Kontext dieser Arbeit als intersubjektive Perspektive aufgefasst, welche die eigene, subjektive Wahrnehmung erweitert und unbewusste und intuitive Entscheidungen bewusst machen kann.

Bei æffekt handelt es sich um ein Analyse- und Evaluationstool der emotionalen Wirkung von Design. Die zwei wesentlichen Bestandteile des Tools sind die KI-gestützte Analyse eines Entwurfs und die Selbstreflexion und Evaluation vor und nach der Analyse. Das heißt, die Bewertung eines Entwurfs als legitim, angemessen oder wirksam wird nicht auf die KI abgeschoben, sondern durch den Abgleich zwischen der eigenen Perspektive und der der KI ermöglicht. Anders als zeit- und planungsintensive Befragungen oder Beobachtungen kann æffekt zu jedem Zeitpunkt im Gestaltungsprozess angewendet werden und nahtlos in diesen integriert werden.

Masterarbeit
Wintersemester 2020/21

Im Abgleich mit den Analyseergebnissen kann die emotionale Wirkung bewertet werden.
Die emotionale Wirkung eines Entwurfs spiegelt sich im Interface wider.
Glossar mit Erklärungen zu Emotionen im Designkontex
Informationsbereich zur Intention, Künstlichen Intelligenz und Funktionsweise